Nov. 2009: Herbstlesen im Zaubertal

Als eine „Reise durch die Zeit“ wurde die Herbstlese im Zaubertal gestaltet und dabei ein Querschnitt durch die deutschsprachige Literatur bis zur Gegenwart geboten.
Sigrid und Dagmar Haberkorn lasen tiefsinnige Texte von Jorge Bucay und Daniel Glattauer. Helga Stipanitz präsentierte eine berührende „Gebrauchsanweisung für nicht mehr ganz junge Menschen“ von Erika Pluhar.
Ein Klassiker der Weisheitsliteratur, das Gedicht „Stufen“ von Herrmann Hesse wurde vom Schauspieler Matthias Schlossgangl  in beeindruckender Intensität vorgetragen und erinnerte die zahlreichen Teilnehmer daran: Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne.  Max Bayer – von Beruf Großvater – erinnerte an ein Kindheitserlebnis, bei dem der Stoffdackel  seines Bruders mit Namen Waldl bei den kindlichen Begräbniszeremonien einmal tatsächlich begraben wurde und ein Ersatz-Stoffhund zum 70. Geburtstag – in memoriam – geschenkt und somit „wiedergeboren“ wurde.
Katharina Leitner stellte Wortspiel-Spezialitäten von Christian Morgenstern („Das ästhetische Wiesel saß auf einem Kiesel..“) sowie von Heinz Erhart (Die Made, welche tragischerweise von einem Specht verspeist wurde) vor.
Den Abschluss bildeten heitere Schüttelreime mit auch durchaus zweideutigem Inhalt, welche mit gemeinsamen Chor „Nur Wasser trinkt der Vierbeiner, der Mensch, der findet Bier feiner“ auf das anschließende kulinarische Folgeprogramm überleitete.
Zwischen den Stücken gab Thomas Mandel auf die jeweiligen Inhalte abgestimmte musikalische Improvisationen zum Besten. So begleitete die Trahüttner Polka das Vortragen der  Schüttelreime.
Der gelernte Germanist Josef Leitner führte als Moderator durch den Abend. Der Applaus der  teilnehmenden Gäste bestätigte eindrucksvoll die gemeinsame künstlerische Reise durch die Zeit.