Mai 2013: Nachwuchskünstler und Gospelklang

Ein Abend mit jungen Zaubertaler Talenten und internationalen Gospel-Stars 

Am 3. Mai 2013 erlebten die Besucher der Tagesheimstätte Holzheim wieder eine beeindruckende Veranstaltung des Zaubertaler Kulturvereins. Besonders freute der Besuch von Vizebürgermeister Mag. Franz Kreinecker und Gemeinderat Ing. Klaus Gschwendtner. Jeder Sitzplatz war belegt, als die Jüngsten der Zaubertaler, Friesenegger, Holzheimer und Margarethener Nachwuchskünstler ihr Programm begannen und manche Verwandten schienen nervöser, als die professionell agierenden Kinder und Jugendlichen.
Das Streicherensemble mit Anna-Valentina und Eleonora Lebeda, Lea und Jan Stipanitz und Moritz Spachinger gaben zwei Werke zum Besten, danach spielte Moritz Spachinger mit seinem Cello von Thomas Mandel am Klavier begleitet das Concerto Nr. 4. Jeder der weiß, wie schwer ein Streichinstrument zu spielen ist, war beeindruckt von der phantastischen Leistung und verzieh die wenigen schrägen Töne.
Richtig ins Swingen kam das Publikum mit den beiden Saxophonacts von Johannes Weigl (Chocolat) und Stephan Rummer (Take Five) welcher von Henrik Sternberger gefühlvoll am Schlagzeug begleitet wurde. Die gute Schule von Helga Sambs bewiesen mit ihren Blockflötenkünsten Sophie Sambs, Luca Baretschneider, Alexander Klar und Rebekka Spindler. Begleitet wurden sie am Klavier von Johanna Hofer. Richtig ans Herz ging das Samba-Gitarrenduett von Mia Mandel mit ihrem Vater.
Der erst zehnjährige Marin Sternberger zollte dann die Bewunderung aller. Sich selbst auf der Gitarre begleitend sang er den Song von Mr. Big „The next to be with you“, der sicherlich zu den anspruchsvolleren Pop-Songs gehört.
Gleich im Anschluss bewies die fast gleichaltrige Elena Kleiss, dass Mädchen mindestens genauso mutig sind. Mit dem Song „I can hear the bells“ aus dem Film Hairspray brachte sie eine gesangliche und tänzerische Leistung, die an Perfektionismus nicht zu überbieten war. Übrigens, mit diesem Act belegte Elena bei der Österreichischen Song & Dance Staatsmeisterschaft den zweiten Platz!
Zum Schlusspunkt des ersten Programmteiles gab die Tanzgruppe mit Anna-Valentina und Eleonora Lebeda, Lea und Jan Stipanitz, Tim Stadlbauer, Mia und Rosalie Mandel und Sara Steinbauer zum Lied „Ich bin kein Star“ eine tolle Show und bewies damit genau das Gegenteil des Songtitels. Es war nicht nur die Darbietung einmalig. Die komplette Choreographie hatten unseren neuen „Dancing Stars“ sogar selbst erdacht und einstudiert.
Nach einer kurzen Pause ging das Programm mit der vierköpfigen Gospel – Gruppe rund um Miriam Fuchsberger weiter. Nachdem die Kinder die Latte sehr hoch gelegt hatten, hatte die Gruppe dennoch rasch die Sympathien des Publikums gewonnen und nach dem ersten Song sprang auch der Funke des Gospels auf die Zuhörer über.
Zwischen den Gospels erzählten die Künstler uns über die Entstehung dieses Musikstils. Der Gospel entstand in Amerika zur Zeit der Sklaverei im 17. und 18. Jahrhundert, obwohl der Name Gospel erst um 1920 geprägt wurde. Die oft tiefgläubigen Gutsbesitzer gestatteten den Sklaven Lieder mit spirituellen Inhalten zu singen, da sie den hart Arbeitenden Kraft und Hoffnung gaben und hofften damit auch diese zum christlichen Glauben zu bekehren. Die sogenannten Worksongs waren rhythmisch im Tempo der Arbeit gehalten. Da die meisten Sklaven weder Schreiben noch Lesen konnten, gab es viele Lieder die als CALL & RESPONSE vorgetragen wurden. Ein Vorsänger sang eine Zeile vor, der Rest sang diese im Anschluss nach. Das wurde auch dann sofort mit dem Publikum ausprobiert und dieses sang auch herzhaft mit. Zum Abschluss sangen alle gemeinsam lautstark „O happy day“ von Edwin Hawkins, wohl der Bekannteste aller Gospel.